| NEUMARKT/Oberpflaz Gründung: 1879/80 - Fläche: 940 qm |
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Zu den wenigen in der Oberpfalz liegenden jüdischen Friedhöfen zählt der kleine Gute Ort in Neumarkt. In der Stadt gelegen, d.h. von Wohn- und Gewerbegebieten umgeben, beeindruckt seine Schlichtheit und Ruhe. Zur Straße hin ein kleines Taharahaus, das heute vom Pfleger bewohnt wird, des weiteren eine stabile Einfriedungsmauer schützen die links und rechts von einem Weg liegenden zwei Grabfelder mit ca. 100 Gräber. |
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Trotz allem siedelten im Jahre 1362 erneut Juden in Neumarkt. Vom Kurfürst Pfalzgraf Ruprecht erhielten sie die einst konfiszierte Synagoge zurück. Doch Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die am Ort ansässigen Juden ein weiteres Mal vertrieben. Viele fanden jedoch Asyl im nahegelegenen Sulzbürg. Obwohl vertrieben, durften die jüdischen Händler weiterhin ihren Markthandel in Neumarkt betreiben, und einige wenige erhielten ein erneutes Wohnrecht für eine längere Zeit. Mitte des 18. Jahrhunderts beklagte sich der Neumarkter Stadtrat bei den Autoritäten, dass wegen der hohen Besteuerung immer weniger Juden auf die Märkte kämen und so Neumarkt Schaden zugefügt wird. Daraufhin wurden etliche, der den Juden auferlegten Steuern storniert. Während der Zeit der Emanzipation kamen viele Juden aus Sulzbürg nach Neumarkt. Sie gründeten 1862 eine neue jüdische Gemeinde, die dem Rabbinat Sulzbürg angeschlossen war. |
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Dort wurden auch ihre Verstorbenen beerdigt, bis im Jahre 1869 ein eigener Beth Olam angelegt wurde. Im Jahre 1868 wurde eine Synagoge und Mikwe gebaut. Im Synagogengebäude wurde eine jüdische Grundschule eingerichtet, die bis 1933 existierte. Einer der aus Sulzbürg zugewanderten Juden war Joseph Goldschmidt, Sohn eines Glasers in Sulzbürg. Er begann in Neumarkt mit dem Handel von Glaswaren und Steingut. 1) Der Landesverband der IKG in Bayern, Nr. 19 2) I.Schwierz: Für das Vaterland starben, E K-B Verlag |
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