| MÜHLHAUSEN/Mittelfranken Gründung: 1738 - Fläche: 7920 qm |
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Nordwestlich des Ortes Mühlhausen liegt auf einer kleinen Anhöhe der Beth Olam der einstigen jüdischen Gemeinde. Das rechteckige Areal mit seinem großen Baumbestand ist mit Maschendrahtzaun eingefriedet. Vom zweiflügeligen Eingangstor einem eisernen Gittertor zwischen zwei großen Steinpfählen zieht sich ein Weg gerade durch den Guten Ort. Rechts hinter dem Eingang steht ein kleines Taharahaus. Es besteht aus einem Raum sowie einem kleinen Dachboden. Im hinteren, älteren Teil des Friedhofs stehen viele zum Teil schon versunkene Grabsteine. Im vorderen Teil, vom Eingang aus auf der linken Seite, stehen schön verzierte Mazzewot mit schmiedeeisernen Grabeinfassungen. |
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Doch taten sie das natürlich nicht aus Humanität. Vielmehr war der Motor dieser „guten Tat“ Gewinnstreben. Der Schutzzins, den die Juden entrichten mussten, war eine ergiebige Einnahmequelle. Desweiteren wurden noch viele andere Abgaben für sie erfunden, wie z.B. im Jahre 1433 eine 200 Florin hohe Krönungssteuer.2) Ihren Lebensunterhalt verdienten sich die Juden hauptsächlich durch Viehhandel, da ihnen wie im ganzen Land der Erwerb von Grundbesitz verboten war. Während des 30jährigen Krieges flohen die Mühlhausener Juden ins nahe gelegene Höchstadt. Nach dem Krieg konnten sie sich auch dem Viehhandel nicht mehr widmen, da die Höchstädter Fleischerzunft auch diese Erwerbsquelle unterband. So wurden sie zu Getreidehändler.3) 1699 kam es zu großen Versorgungskrisen mit Brotgetreide. |
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