| HÖRSTEIN/Stadt Alzenau Unterfranken Gründung: 1812 - Fläche: 1980 qm |
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Der Gute Ort, unweit des Ortsteils Hörstein, inmitten von Wiesen und Feldern in der Mainebene gelegen, ist von einer stabilen Bruchsteinmauer umgeben. Links vom Eingang, einem kleinen eisernen Tor, befinden sich die etwa ab der Jahrhundertwende belegten Grabstätten. Im unteren Teil des Beth Olam sind die älteren Gräber und rechts vom Eingang die kleinen Mazzewot der Kindergräber zu finden. Die zeitlichen Unterschiede der Lewajies sind auch an den verschiedenen Steinqualitäten sichtbar. Während im älteren Teil hauptsächlich Buntsandsteine stehen, dominiert im neueren Teil Granit. Aus dem Grundbuch ist ersichtlich, dass sich bei der Anlegung des Guten Ortes die Israelitischen Kultusgemeinden Hörstein und Alzenau/Wasserlos zusammengetan haben. In Hörstein waren Juden ab Mitte des 18. Jahrhunderts ansässig. |
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1817 baute die Kehille eine Synagoge (renoviert im Jahre 1909) . Die Alzenauer Juden taten es ihnen im Jahre 1826 nach. Sie bauten eine Synagoge mit Schulzimmern und Nebenräumen und einer Mikwe. Den Schuldienst versah der Hörsteiner Lehrer Pferdreiter bis der Klingenberger Lehrer Heymann Fuchs dies übernahm. |
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In der jüdischen Grundschule lehrte bis zum Jahre 1926 Israel Wahler. Bereits kurz nach der Machtergreifung der Nazis im Jahre 1933 waren in Hörstein antisemitische Aktionen zu verzeichnen. Im Bericht der Gendarmeriestation Dettingen ist die Misshandlung dreier Hörsteiner Juden durch SS-Leute festgehalten. 1936 war die Synagoge das Ziel von Ausschreitungen wie auch der Gute Ort, wo 100 Grabsteine umgeworfen wurden.
1/3) Skizzen zur Geschichte der Juden in Alzenau, Wasserlos und Hörstein;Hrsg. Stadt Alzenau 2) Main-Echo v. 5.11.88 |
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